Veggie Pizza mit Zucchiniboden

Sommerliche Veggie-Pizza mit Zucchini-Pizzaboden

Hast du schon mal eine Pizza mit Zucchini-Pizzaboden probiert? Nein? Solltest du, unbedingt. Warum? Das kann ich dir sagen: du sparst Kohlenhydrate ein, hast eine einfache Verwendung für den sommerlichen Zucchini-Überschuss und obendrein schmeckt sie einfach großartig. Es muss nicht immer der Germteig sein. Im Sommer bietet der Zucchini-Pizzaboden mit Buchweizen eine wunderbare Abwechslung. Obendrauf kommt eine Ruck-Zuck-Tomatensoße und buntes Gemüse.

Zucchini im Überschuss? Mach Zucchini-Pizza draus!

Ich habe sie herbeigesehnt. Die Zucchini-Saison. Klar, weil ich das vielseitige Gemüse echt gerne mag. Aber nicht nur deshalb. Ich wollte euch einfach unbedingt mein Rezept für die Zucchini-Pizza zeigen – und das mach ich nun mal am liebsten dann, wenn die Hauptzutat Saison hat.

Nun bilden die Zucchini-Pflanzen eine hübsche Decke über dem Hügelbeet. Sie wachsen so dicht, dass man sie gar nicht sofort entdeckt, die gesunden Früchte. Und so kann es schon mal passieren, dass man eine Zucchini übersieht und plötzlich sechs Zucchini auf einmal ernten darf. Ein glasklarer Fall für die Zucchini-Pizza. Darin macht sich der Überschuss hervorragend.

Zucchini-Pizza mit Veggie-Belag - vegetarisch

Low-Carb-Pizza? Nicht ganz.

All die Low-Carb-Fans da draußen muss ich enttäuschen. Denn richtig Low Carb ist die Pizza nicht. Meine Zucchini-Pizza ist kein Trendsetter, sondern einfach nur die gesündere Variante der italienischen Pizza.

Dafür gibt’s auch einen Grund. Vor vier, fünf Jahren bin ich mal ganz kurz – echt nur ganz kurz – auf den Low-Carb-Zug aufgesprungen. Damals hab ich eine Zucchini-Pizza aus Zucchini, Ei und Käse mit Thunfischbelag (letzteres esse ich heute übrigens nicht mehr) gebacken.

Und eins kann ich dir sagen: Gut wars net.

Eigentlich nur latschad und gatschad. Eine Prämiere ohne Wiederholungsbedarf.

Low Carb Zucchini-Pizza

Aber in der Regel lass ich solche Niederlagen nur ungern auf mir sitzen, weshalb es vor ein paar Wochen eine Neo-Prämiere gab. Diesmal allerdings nicht ganz ohne Kohlenhydrate, sondern mit etwas Mehl zum Binden – Dinkelmehl war aus, also Buchweizenmehl, also glutenfrei. Das Ergebnis? Sooooo gut.

Und gar nicht latschad und gatschad, sondern außen knusprig und innen ähnlich wie normaler Pizza-Teig, nur würziger.

Zucchini-PizzabodenUnd was hat die Zucchini sonst noch so drauf?

Einiges. Besonders gerne mag ich Zoodles. Weil sie schnell gehen und vielseitig sind. Dafür schneide ich die Zucchini einfach mit einem Spiralschneider in dünne Streifen, gib sie in ein Glas und bedecke sie mit einer Soße – zum Beispiel mit Avocado, Paradeiser, Zitronensaft und Kräutern oder mit Linsen-Bolognese. Und schon ist das Mittagessen zum Mitnehmen fertig. Ist die Soße heiß, brauchst du die Zoodles nicht kochen. Ansonsten werfe ich sie für eine halbe Minute ins kochende Wasser, du kannst sie aber auch roh essen.

Was ist dein liebstes Zucchini-Rezept? Über Ideen würde ich mich freuen!

Gesunde Zucchini-Pizza - Low Carb Pizza mit Zucchiniboden

Rezept: Zucchini-Pizza mit schneller Tomatensoße & Sommer-Gemüse

Die Mengenangaben reichen für zwei runde Pizzen, davon werden zwei bis drei Personen satt. Reichst du einen Salat als Beilage zur Pizza, ist die Menge auch für bis zu vier Personen ausreichend. Als Belag kannst du verwenden, was auch immer du magst. Manchmal haben wir auch Lust auf magere Ruckwurst (kennst du vielleicht unter „Karree“), Sardinen oder Sardellen, doch meistens reicht mir Gemüse. Und übrigens, solltest du Lust auf noch mehr Abwechslung haben: Bestreiche den Zucchini-Pizzaboden doch einfach mal mit Pesto oder Sauerrahm und belege ihn erst nach dem Backen mit knackigen Zutaten!

Zutaten für den Zucchini-Pizzaboden:

~ 800 g Zucchini (das sind ca. 2 große oder 4-6 mittelgroße Zucchini)
1 TL Salz
2 Eier
70 g fein geriebenen Schafs- und/oder Ziegenmilch-Hartkäse*
100 g Buchweizenmehl (oder Dinkelvollkorn-, Teff-, Roggenmehl …)
Pfeffer
Muskat

 

  1. Schneide die Enden der Zucchini ab und reibe sie fein. Ich hab da so eine praktisches Küchengerät, mit dem ich die Zucchini ruck, zuck reiben kann.
  2. Streue einen Teelöffel Salz über die geriebenen Zucchini und lasse sie 10 Minuten stehen. Das entzieht der Zucchini das Wasser. (Während die Zucchini rasten, kannst du die Tomatensoße zubereiten.)
  3. Drücke die Zucchini gründlich aus. Am besten funktioniert das, indem du die Zucchini in einem sauberen Tuch ausdrückst. Für Waschfaule, wie mich, geht’s auch mit den Händen – eventuell brauchst du dann etwas mehr Mehl.
  4. Heize den Ofen auf 180° Heißluft vor.
  5. Gib die Eier, den geriebenen Käse, das Mehl nach Wahl, etwas Pfeffer und geriebene Muskatnuss zu den Zucchini und verrühre alles gründlich. Ist der „Teig“ zu flüssig, brauchst du mehr Mehl. Die Masse sollte zähflüssig sein.
  6. Fette zwei Bleche ein und bemehle sie. Verteile den Zucchini-Teig auf den Blechen und verstreiche ihn jeweils. Ob rund oder irgendwie, bleibt dir überlassen. In jedem Fall soll der Teig nicht dicker als 0,5 cm sein.
  7. Backe den Zucchini-Pizzaboden 10 Minuten lang vor.

Zutaten für die Pizza-Tomatensoße:

4 große oder 10 kleine Paradeiser
2 EL Tomatenmark
1 Knoblauchzehe
½ kleine Zwiebel
5 Zweige Oregano (oder 1 TL getrocknet)
¼ TL Salz
Pfeffer

 

  1. Schneide die Paradeiser in sehr kleine Würfel.
  2. Verrühre sie mit 2 EL Tomatenmark. (Ich weiß, das ist nicht so leicht zu messen, muss aber nicht so genau sein. Verwende einfach 2 kleine Patzerl.) Gib eventuell einen Spritzer Wasser dazu.
  3. Drücke eine Knoblauchzehe zu den Tomaten und würze die Soße mit gehacktem Oregano, Salz und Pfeffer.

 

Zutaten für den Veggie-Pizza-Belag:

… nach Belieben!

Bei mir:
2 kleine Paradeiser
3 kleine violette & rosa Erdäpfel
¼ gelber Kürbis
1 ½ Spitzpaprika
schwarze Oliven

70 g geriebenen Ziegen- und/oder Schafsmilch-Hartkäse*

½ Avocado (erst nach dem Backen)
Basilikum, Oregano, Kraut der Unsterblichkeit** (erst nach dem Backen)

 

  1. Nimm den Zucchini-Pizzaboden nach 10 Minuten aus dem Ofen, bestreiche ihn mit der Pizza-Tomatensoße, belege ihn nach Belieben und verteile den Käse auf den Pizzen.
  2. Backe die Pizzen weitere 20 bis 30 Minuten. Gleich genießen!


*Ich verwende einen Hartkäse aus Schafs- und Ziegenmilch. Der Käse ist sehr ähnlich wie Parmesan, also kannst du auch solchen verwenden. Produkte aus Ziegen- und Schafsmilch sind allerdings bekömmlicher. Den Käse, der auf einer italienischen Bio-Farm produziert wird, bestellen wir alle paar Monate in einer Gemeinschaftsbestellung. Wenn mir jetzt einfallen würde, wie die Farm heißt, würd ichs dir sagen. Sobald es mir einfällt, ergänze ich das Gsatzal.

**Das Kraut der Unsterblichkeit, oder auch Jiaogulan, habe ich mir im Frühling auf einem Pflanzenraritätenmarkt gekauft. In seiner Wirkung ist es ähnlich wie Ginseng – nur besser. Es macht seinem Namen also alle Ehre. Das Kraut der Unsterblichkeit hat eine ausgleichende Wirkung auf sämtliche Körperfunktionen, körperlicher und seelischer Art. Ich mag’s!

Zucchini Pizza - glutenfrei, vegetarisch, Low Carb

You may also like

2 comments

Guggi 14. Juli 2017 at 16:10

La Villa heißt der toskanische Bioladen 😉

Reply
sarah hofer 13. August 2017 at 17:44

Ah, super, danke fürs Nachschauen! 🙂

Reply

Leave a Comment