Raw Energy Balls: Weihnachtspralinen

Gesunde Weihnachtspralinen – Raw Energy Balls

Gesunde Weihnachtspralinen sind eine geniale Idee, um der Butterkeks- und Marzipanwürfel-Schlemmerei am Weihnachtstisch eine kleine, feine, reuelose Abwechslung bieten zu können. Ich habe mir vier Pralinen-Rezepte überlegt, die den Keksteller nicht nur optisch aufpeppen: Kokos-Pralinen, Zwetschken-Walnuss-Pralinen, Schoko-Haselnuss-Pralinen und Pistazien-Gin-Pralinen. So kann der Advent endlich losgehen!

Schnelle Weihnachtspralinen mit Superfood-Faktor

Hast du schon mal von Raw Energy Balls gehört? Das sind kleine Pralinen, die aus rohen und gesunden Zutaten gemixt werden und deshalb nicht gebacken werden müssen. Sie dienen als süße Stärkung zwischendurch, die Energie geben anstatt müde zu machen. Vor allem im Alltag sind sie toll, um die süßen Gelüste zu besänftigen. Doch wer sagt, dass Weihnachtspralinen immer superaufwändig sein müssen?

Die Grundzutat sind meist Nüsse und Trockenfrüchte. Dazu kommen Gewürze und gerne auch Superfoods. Falls bei den folgenden Rezepten also nichts Passendes für dich dabei ist, kannst du ganz einfach deine eigene Praline kreieren! Ich habe mich für vier Kreationen entschieden, die allesamt Zutaten beinhalten, die ich ganz besonders gerne mag.

Gesunde Weihnachtspralinen - Raw Bliss BallsVegane Weihnachtspralinen mit Nüssen und TrockenfrüchtenZwetschke-Walnuss-WeihnachtspralinenDie nostalgische Weihnachtspraline: Zwetschken-Walnuss-Praline

Weißt du, warum ich diese Weihnachtspraline so gerne mag? Weil es bei meiner Oma zu jedem Weihnachtsfest mit Schoko überzogene Zwetschken gibt. Und weil meine Oma ganz genau weiß, dass ich die so gerne mag, bekomm ich manchmal sogar ein eigenes Döschen nur für mich alleine. Die Zwetschken-Walnuss-Praline ist sozusagen eine Hommage für Omas Schoko-Zwetschken! Ich habe die Zwetschken lediglich mit Walnüssen und weihnachtlichen Gewürzen verfeinert. Dabei ist die Praline zuckerfrei, vegan und glutenfrei – darüber hinaus sind Zwetschken sehr gesund!

Die exotische Weihnachtspraline: Kokos-Praline

Lust auf etwas kulinarisches Urlaubsfeeling am Keksteller? Kein Problem, denn mehr als 4 Zutaten braucht´s dafür nicht. Wer Kokos mag, wird diese Praline lieben. Frisch aus dem Kühlschrank schmeckt die Kokos-Praline wie Konfekt – wer´s etwas weicher mag, lagert sie lediglich an einem kühlen Ort. Die Praline wird ohne Trockenfrüchte zubereitet und ist deshalb auch bei einer Fructoseunverträglichkeit geeignet – den Honig kannst du ganz einfach durch Reissirup ersetzen.

Die verwöhnende Weihnachtspraline: Schoko-Haselnuss-Praline

Eine Praline, die wie eine gesunde Mischung aus den goldummantelten Kügelchen aus dem Supermarkt und dem Schoko-Haselnuss-Aufstrich aus dem Glas schmeckt. Muss ich dazu noch mehr sagen?

Die experimentierfreudige Weihnachtspraline: Pistazien-Gin-Praline

Die Pistazien-Gin-Praline ist eigentlich Ergebnis von Ratlosigkeit. Ich wollte unbedingt etwas mit Pistazien machen, weil ich die Farbe so schön finde. Aber womit sollte ich sie kombinieren? Rosenblüten könnten passen. Oh nein, keine mehr zuhause. Ah, Goji Beeren! Hm. Vielleicht Datteln und Zitrone. Uh, da schau her, eine Flasche Gin! Jap, so geht´s her. Die Pistazien-Gin-Praline schmeckt ziemlich herb (auch aufgrund der Goji Beeren, die kannst du aber weglassen) und ist möglicherweise eine kleine Männer-Praline. Wenn du Pistazien, Gin und Zitrone magst, wirst du sie sicher mögen!

Gesunde Weihnachtspralinen - Raw Energy Balls

Und welche Weihnachtspraline schmeckt nun am besten?

Nach dem Mittagessen hab ich eine kleine Verkostung gestartet. Das Ergebnis: Unterschiedliche Lieblinge und ein leerer Teller. Mein Vati mochte die Zwetschke-Walnuss-Praline und die Pistazien-Gin-Praline am liebsten. Bei meinem Bruder, meinem Freund und der Mama kam die Schoko-Haselnuss-Praline am besten an. Und ich? Ich mag die Zwetschke-Walnuss-Praline und Kokos-Praline am liebsten. Wie du siehst, schmecken tun alle. Es kommt eben nur auf deinen persönlichen Geschmack an. Also, welche Weihnachtspraline ist deine Lieblingspraline? 🙂

Gesunde Weihnachtspralinen


Rezept: Zwetschken-Walnuss-Pralinen (roh, zuckerfrei, vegan, glutenfrei)

Zutaten für etwa 14 Weihnachtspralinen

70g Walnüsse
130g getrocknete Soft-Zwetschken
2 TL (Ceylon) Zimt
½ Sternanis (frisch gemörsert)
6 Nelken (frisch gemörsert)

Zum Überziehen:
etwa 60g Zartbitterschokolade (eventuell zuckerfrei & vegan)

 

  1. Gib die Walnüsse in eine Küchenmaschine mit Rotationsmesser und zerkleinere sie, sodass sie ganz fein sind.
  2. Anschließend gibst du die Soft-Zwetschken, Zimt, Sternanis und Nelken zu den Nüssen und lässt die Maschine so lange mixen, bis sich eine weiche Masse ergibt.
  3. Nimm jeweils einen gehäuften Teelöffel der Masse und forme mit deinen Händen etwa 14 kleine Kugeln.
  4. Schmilz die Schokolade und überziehe die Kugeln damit. Anschließend legst du die Zwetschken-Walnuss-Pralinen am besten auf Backpapier oder gleich in kleine Pralinenförmchen. Bewahre die Pralinen an einem kühlen Ort auf.

Zwetschken-Walnuss-Weihnachtspralinen - vegan und zuckerfrei


Rezept: Kokos-Pralinen (roh, zuckerfrei, fructosearm, glutenfrei & wahlweise vegan)

Zutaten für etwa 14 Weihnachtspralinen

80g Kokosflocken
Schalenabrieb einer Orange
Mark einer ½ Vanilleschote
2 EL Honig (od. Reissirup für lactosefrei & vegan)
5 EL Kokosmus*

Mehr Kokosflocken zum Wälzen

 

  1. Zerkleinere die Kokosflocken in deinem Küchengerät mit Rotationsmesser.
  2. Gib den Schalenabrieb einer Orange, das Mark einer halben Vanilleschote, 2 EL Honig sowie 5 EL weiches Kokosmus zu den Kokosflocken und mixe so lange, bis sich alles gut verbunden hat.
  3. Nimm jeweils einen gehäuften Teelöffel der Masse und forme 14 kleine Kugeln daraus.
    Da keine Trockenfrüchte in der Masse sind, ist sie nicht so kompakt – du wirst die Masse also nicht rollen können, sondern musst sie eher zu Kugeln pressen und drücken. (Fest werden sie erst im Kühlschrank.)
  4. Wälze die Pralinen in Kokosflocken, gib sie anschließend in eine Dose und bewahre sie ihm Kühlschrank auf. Dabei wird das Kokosmus fest und die Pralinen somit auch.

*Kokosmus ist nicht dasselbe wie Kokosöl – es ist cremiger, reichhaltiger und erinnert in der Struktur mehr an Kokosnuss. Es ist nicht so teuer wie anderes Nussmus und gibt dir Energie für den Tag, wenn du es in deinen Smoothie oder zum Porridge gibst. Und es schmeckt herrlich! Gibt’s in manchen Drogeriemärkten, in größeren Supermärkten und in Bioläden zu kaufen. Alternativ kannst du Mandel- oder Cashewmus verwenden.

Kokos-Pralinen für Weihnachtspralinen (nussfrei, vegan, zuckerfrei)


Rezept: Schoko-Haselnuss-Pralinen (roh, zuckerfrei, vegan, glutenfrei)

Zutaten für etwa 14 Weihnachtspralinen

60g Haselnüsse
140g weiche, entsteinte Datteln
1 EL Haselnuss- oder Kokosöl
2 EL Rohkakao (oder Carob*)
1 Prise Salz

Mehr Haselnüsse zum Wälzen
oder Rohkakao (oder Carob) zum Wälzen

Eventuell 14 Haselnüsse für die Mitte

  1. Mahle die Haselnüsse fein in einer Küchenmaschine mit Rotationsmesser.
  2. Gib die Datteln, das Öl, den Kakao und das Salz zu den Nüssen. Vermenge alle Zutaten, bis sich eine weiche, relativ kompakte Masse ergeben hat. Ist die Masse zu trocken, kannst du noch einen Teelöffel Ahornsirup hinzufügen.
  3. Forme etwa 14 Pralinen, indem du jeweils einen gehäuften Teelöffel der Masse zu einer Kugel formst. Wenn du magst, kannst du eine Haselnuss in die Mitte der Praline geben und die Nuss mit der Masse ummanteln.
  4. Wälze die Schoko-Haselnuss-Pralinen in gehackten Haselnüssen bzw. in Kakao (od. Carob) und bewahre sie verschlossen im Kühlschrank auf.

 

* Carob ist eine koffeinfreie, nährstoffreiche Alternative zu Kakao und besonders für Kinder gut geeignet. Das Pulver wird aus den Früchten des Johannisbrotbaum gewonnen. Im Geschmack ist Carob süßer, karamelliger und weniger herb als Kakao.

Schoko-Haselnuss-Weihnachtspraline - vegan - Raw Energy Balls


Rezept: Pistazien-Gin-Pralinen (roh, zuckerfrei, glutenfrei, wahlweise vegan)

Zutaten für etwa 14 Weihnachtspralinen

70g Pistazien
20g Kokosflocken
70g Datteln
10g Goji Beeren
2 EL Gin
2 EL Honig (oder Ahornsirup)
Schalenabrieb einer ½ Zitrone
Etwas Zitronensaft
Mark ½ Vanilleschote
Eine Prise Pfeffer

Mehr Pistazien zum Wälzen

 

  1. Zerkleinere die Pistazien und Kokosflocken in deiner Küchenmaschine mit Rotationsmesser.
  2. Gib die Datteln, die Goji Beeren, den Gin, Honig, die Schale einer halben Zitrone und ein paar Spritzer Zitronensaft, das Mark einer halben Vanilleschote und eine Prise Pfeffer zu den Nüssen. Vermenge alles mithilfe der Küchenmaschine. (Ist die Masse zu klebrig, kannst du noch Kokosflocken beimengen – ein bisschen klebrig macht aber nichts.)
  3. Nimm jeweils einen gehäuften Teelöffel der Masse und forme 14 kleine Pralinen daraus. Klebt die Masse, kann es auch helfen, die Hände kalt zu waschen.
  4. Wälze die Pistazien-Gin-Pralinen in gehackten Pistazien und bewahre sie verschlossen im Kühlschrank auf.

Aufbewahrung und Haltbarkeit:

Wenn du die Weihnachtspralinen kühl lagerst, halten sie mindestens (!) ein bis zwei Wochen. Da sie aber sehr flott gemacht sind, ist es besser, du bereitest die Pralinen in kleineren Mengen zu und machst zwischendurch frische. Sind sie auch noch so gesund, solltest du die Weihnachtspralinen in Maßen genießen, weil Trockenfrüchte und Nüsse eben relativ reichhaltig sind. Auch zum Verschenken eignen sich die Weihnachtspralinen super! Entweder in einem Einmachglas oder einer Schachtel verpackt oder als Geschenk im Glas, worin du alle nötigen Zutaten schichtest und das Rezept zum Selbermachen beifügst.

Pistazien-Gin-Pralinen - gesunde, vegane, zuckerfreie Weihnachtspralinen

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