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Fruchtiges Linsen-Curry mit orientalischem Pita Brot und 20 weitere Ideen für die gesunde Alltagsküche

Dieses Jahr hat 225 Arbeitstage – plus minus, abhängig von der Beschäftigung. 225 Tage, an denen wir oft erst abends nach Hause kommen, müde sind und uns entspannen möchten. Vor dem Fernseher, im Garten, beim Laufen. Tage, an denen wir so wenig Zeit wie möglich in der Küche verbringen möchten. Vielleicht hast du auch kleine Kinder, die jede Menge Aufmerksamkeit verdienen und du hast deshalb nicht so viel Zeit, zu kochen. Schnell soll es gehen. Schmecken soll es. Satt machen soll es. Und gesund soll es dann bitte auch noch sein. Und nicht weniger häufig als 225 Mal im Jahr stellen wir uns die Frage: „Was soll ich heute nur kochen?“.

Auch mir geht es oft so. Dann durchstöbere ich gerne das Internet und hole mir Ideen. Hauptsächlich inspiriert das jedoch nur meinen Magen, noch lauter zu knurren. Schlauer bin ich danach nicht. Ich gehe deshalb meistens einfach in den Biosupermarkt und lasse mich stattdessen vom angebotenen Gemüse inspirieren. Das Ergebnis: Gemüsepfannen in zig Variationen. Aber genau das ist es, was ich mag! Bisher habe ich dir hier lediglich Rezepte für tendenziell aufwändige Hauptmahlzeiten gezeigt. Das liegt nicht daran, dass ich ausschließlich so zeitintensiv koche. Das liegt eher daran, dass meine Alltagsküche wahnsinnig simpel ist und ich mir nicht sicher bin, ob dir diese Rezepte weiterhelfen würden.  Wochentags ernähre ich mich größtenteils vegan, eher unbewusst. Aber da ich in Wien kein Fleisch kaufe, Kuhmilch generell selten trinke, Eier hier ziemlich teuer sind und auch Fisch in regelmäßigen Abständen nichts fürs Studentenbudget ist, regelt sich das ganz von alleine.  Und auch wenn ich unter der Woche nur für mich alleine koche, koche ich trotzdem meist zwei oder mehr Portionen. Dann friere ich eine Portion für stressige Tage ein oder esse den Rest am nächsten Tag. Oder ein paar Stunden später. Ich kann essen wie ein Mähdrescher. So sagt man das doch, oder?

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Ich habe in den letzten Tagen mal gründlich darüber nachgedacht, was bei mir von Montag bis Freitag auf den Tisch kommt und begonnen, eine Liste zu schreiben. Herausgekommen sind 20 Ideen für die schnelle, gesunde Alltagsküche, die dir die Beantwortung der 225fach gestellten Frage nach dem täglichen Mittag- oder Abendessen erleichtern soll:

 

20 Ideen für die schnelle, gesunde Alltagsküche

1. Pizza
Dafür mache ich den Teig aus Dinkelmehl und Dinkelvollkornmehl (1:1). Statt dem Ketchup verrühre ich Tomatenmark mit Wasser, Knoblauch, Oregano, Salz und Pfeffer und belege sie dann mit buntem Gemüse. Obendrauf kommt etwas Emmentaler aus Rohmilch.

2. Gemüsepfannen mit (Pseudo-)Getreide
Gemüse-Getreide-Pfannen mache ich wirklich sehr häufig – das wird auch nie langweilig, weil die Möglichkeiten unendlich sind. Ich brate Gemüse mit Kräutern und Gewürzen an und verrühre es entweder mit Dinkelreis, Buchweizen oder Hirse. Besonders genial: Kräuterseitling, Zucchini und Brokkoli (unbedingt nur kurz anbraten, damit der Brokkoli knackig bleibt) mit frischen Kräutern und Buchweizen. Wahnsinn!

3. Fisch mit Gemüse
Wenn ich in Wien Fisch kaufe, dann nur Bio und aus nachhaltigem Fang. Klar, der kostet jetzt nicht gerade 99 Cent (was ich im Übrigen eh ziemlich frech finde), aber deshalb esse ich ihn ja auch nicht täglich. Ich mag zum Beispiel gerne Wildlachs und dazu brate ich mir einfach etwas Gemüse an oder mache ein Dinkelrisotto als Beilage. Wenn ich bei meinen Eltern bin, essen wir nur Forellen, weil die mein Vati selber fängt.

4. Ofengemüse
Dafür schneide ich Erdäpfel, rote Rüben, Karotten und Ähnliches in Spalten, gib es gemeinsam mit etwas Olivenöl und Gewürzen in eine Schüssel, schüttle diese bis das Gemüse gleichmäßig damit bedeckt ist und backe es dann im Ofen. Unschlagbar mit einem Kräuterdip!

5. Suppe
Natürlich, Suppe! Auf diese Möglichkeit vergesse ich sehr oft. Am liebsten mag ich eine klare Gemüsesuppe mit Brokkoli, Erbsen, Karotten und Sellerie. Aber auch eine mexikanische Maissuppe, französische Zwiebelsuppe, Dinkelgrießnockerl-Suppe, Zucchinicremesuppe, Topinamburcremesuppe oder Brotsuppe mag ich sehr gerne. Nicht zu vergessen auf eine fruchtige Tomatencremesuppe mit Basilikum und knusprig gebratenen Brotwürfeln!

6. (One Pot) Pasta
Hast du schon mal von „One Pot Pasta“ gehört? Die Idee ist so genial wie simpel und logisch. Du gibst einfach alle Zutaten – auch die Nudeln – in einen Topf, fügst etwas Flüssigkeit hinzu und lasst es so lange köcheln, bis die Flüssigkeit aufgesogen bzw. verdampft und die Nudeln al dente sind. Ich verwende immer Dinkel-, Kamut- oder Buchweizennudeln. Aber auch das klassische Pasta-Verfahren findet bei mir Anwendung. Die Nudeln werden separat gekocht, in einer Pfanne brate ich Gemüse an. Für die Cremigkeit gebe ich entweder eine Avocado, Ziegenfrischkäse, Feta oder Tomatensoße dazu.

7. Spätzle
Spätzle sind wirklich schnell und einfach gemacht. Es wird der Teig angerührt, durch ein Sieb gestrichen und gekocht. Fertig. Dazu passt zum Beispiel eine Champignon- oder Schwammerlsoße hervorragend. Oder eine Kräutersoße. Manchmal brate ich sie auch mit Zwiebel an und schlage dann zwei Eier darüber.

8. Krautfleckerl
Oh ja, Krautfleckerl! So ursprünglich, bodenständig, gschmackig und alltagstauglich. Wenn du keine Fleckerln aus Dinkel bekommen kannst, kannst du auch einfach andere Nudeln dafür verwenden. Diese werden gekocht und mit gebratenem Weißkraut und Gewürzen gemischt. Das Schmalz und den Zucker aus traditionellen Rezepten kannst du getrost weglassen. Auch der Speck ist kein Muss.

9. Gemüsegulasch
Für eine Gemüse- oder auch Erdäpfelgulasch brauchst du nicht viele Zutaten – perfekt für die Resteküche. Eine Zwiebel, ein bisschen Gemüse und Paprikapulver. Eventuell noch Tomatenmark und Sauerrahm. Das war´s!

10. Salatschüssel
Ich esse mindestens einmal die Woche eine große, bunte Salatschüssel als Hauptspeise. Die Basis bildet dabei irgendein Kopfsalat, Rucola oder Spinat, hinzu kommen dann meistens Tomaten, Gurken, Radieschen oder anderes Gemüse nach Saison. Manchmal brate ich das Gemüse auch an und mische es noch lauwarm unter den Salat, wie beim Spargel-Kartoffel-Salat. Besonders sättigend wird der Salat, wenn du Linsen, Kichererbsen, Dinkelnudeln oder ein Getreide dazugibst. Auch angebratene Brotwürfel können die Kohlenhydratquelle sein. Ich mag sehr gerne Kerne und Samen im Salat. Mariniert wird mein Salat dann oft mit Kürbiskernöl und Balsamico oder einem Joghurt-Zitronen Dressing mit Kräutern.

11. Gefüllte Palatschinken
Ich bin auf die Palatschinke gekommen. Und ich liebe sie in allen Variationen, egal ob pikant oder süß. Deshalb fülle ich sie mit Salat, gebratenem Gemüse und einer Soße auf Joghurtbasis für die Hauptspeise und mit Chia-Marmelade oder frischem Obst, Joghurt und manchmal auch Schokosoße für die schnelle Nachspeise. Zwei in Eins also!

12. Eierspeis
Eh klar! Eierspeis. Gerne mit Gemüse und knackigen Kürbiskernen. Dazu esse ich grünen Salat mit Kürbiskernöl.

13. Puten/Hühnerfleisch-Gemüse-Pfanne (gerne asiatisch)
Hin und wieder esse ich gerne Fleisch, vorzugsweise Puten- oder Hühnerfleisch. Das schmeckt hervorragend, wenn du dann noch frisches Gemüse in die Pfanne hinzugibst und es kurz mitanbrätst. Ich mag das auch sehr mit Zuckerschoten, asiatischen Gewürzen und Tamari-Soße (das ist die weizenfreie Variante der Soja-Soße).

14. Gebratene Nudeln
Mie-Nudeln eignen sich fantastisch für die schnelle Küche, außerdem gibt es sie auch aus Dinkel. Aber auch Soba-Nudeln aus Buchweizen verwende ich dafür. Ansonsten brate ich Gemüse in Sesamöl an, lösche es mit Tamari-Soße ab und gebe dann die gekochten Nudeln zum Gemüse in die Pfanne, wo sie mitangebraten werden.

15. Shakshuka
Shakshuka ist eigentlich ein orientalisches (ursprünglich nordafrikanisches) Frühstück. Ich finde aber, dass es sich auch sehr gut als Hauptspeise macht. Dafür werden aromatische, feste Tomaten gemeinsam mit Paprika, Zwiebel, Knoblauch, Tomatenmark und jeeeeeder Menge Gewürzen angebraten. Darauf werden Eier geschlagen und direkt auf dem Sugo gegart. Das kannst du dann mit einem Stück (Pita) Brot dippen – herrlich!

16. Orientalische Gemüsepfanne
Die Gemüsebasis bilden dabei Karfiol und Melanzani. Ansonsten verbrate ich, was mir zwischen die Klingen kommt. Dazu mische ich Kichererbsen (aus dem Glas) und lösche alles mit Limettensaft ab. Das macht sich ganz toll auf Hirse oder in einer Palatschinke.

17. Mexikanische Gemüsepfanne
Neben der orientalischen Kost ist mir die mexikanische Küche die liebste. Für eine mexikanische Gemüsepfanne brate ich buntes Gemüse, Bohnen und Mais an. Gibst du eine große Fleischtomate hinzu, verbindet sich das Ganze auch wunderbar. Eine Chilischote verhilft zur typischen Schärfe. Dazu mache ich mir entweder Dinkelreis oder fülle knackige Salatblätter damit. Frische Avocadowürfel, die am Ende darauf verteilt werden, bilden das i-Tüpfelchen!

18. Chili con/sin Carne
Chili con Carne ist mit Faschiertem (Hackfleisch), Chili sin Carne ist die vegetarische Variante. Ich liebe es so und so! Du brätst einfach Gemüse, Bohnen, Mais und gegebenenfalls Faschiertes an, gießt es mit Tomatensoße auf und würzt es kräftig. Auch hier darf eine Chilischote nicht fehlen!

19. Kaiserschmarrn
Eigentlich mag ich meine Hauptmahlzeit lieber pikant, doch manchmal hab ich Lust auf etwas Süßes. Dann gibt’s oft Kaiserschmarrn. Und weil ich mir das Aufschlagen vom Eiweiß ersparen möchte, gebe ich stattdessen Backpulver zum Teig. Dazu esse ich gerne eine Fruchtsoße oder zuckerfreies Kompott.

20. Topfenknödel mit Fruchtsoße
Topfenknödel mit Fruchtsoße war meine Lieblingsspeise in Kindheitstagen. Daran hat sich nicht viel geändert. Am liebsten esse ich dazu kalte Erdbeersoße.

 

Und jetzt komme ich zu dir! Was kochst du, wenn es schnell gehen muss? Was ist dein Lieblingsgericht nach einem langen Arbeits- oder Unitag? Weißt du vielleicht nicht so recht, wie du dein Lieblingsrezept in eine gesunde, vollwertige und dennoch schnelle Mahlzeit verwandelt kannst? Hast du zu einer meiner Ideen Fragen oder hättest gerne ein Rezept? Dann schreib mir einfach! Ich gebe dir sehr gerne Tipps oder sende dir ein Rezept per E-Mail zu. Vielleicht kann ich deine Anfrage auch gleich als Anlass zu einem Blogeintrag mit dem Rezept nehmen. Bitte scheu dich nicht, mir zu schreiben. Ein Blog wird erst durch die Interaktion mit seinen LeserInnen richtig spannend! Wenn du nicht möchtest, dass dein Kommentar jeder lesen kann (was ich durchaus verstehen kann, ich bin da auch immer etwas schüchtern), kannst du mir auch gerne eine E-Mail unter sarah@freiestuecke.at senden oder mir auf Facebook schreiben. Dennoch wäre es wirklich fantastisch, wenn wir hier unter den Kommentaren gemeinsam ein kleines Forum mit Ideen für die schnelle Alltagsküche aufbauen könnten. Trau dich, ich würde mich so freuen!

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Meine 21. Idee ist das orientalische, fruchtige Linsen-Curry. Das ist wohl mein Lieblingsgericht aus meinem Alltagsküchenrepertoire. Ich mag das Zusammenspiel aus süß und scharf, aus mild und würzig. Ich mag die Gewürze. Und ich mag die Variationsvielfalt. Außerdem ist es vegan! Es wird nämlich mit Kokosmilch zubereitet – die ist, entgegen ihrem Ruf, ganz und gar nicht böse. Sie verhält sich ähnlich wie  das wertvolle Öl. Kokosmilch enthält ungefähr 20% Fett und damit viel weniger als Schlagsahne. Und weil sich diese 20% Fett dann auch nur ungern an unseren Hüften festsetzen, brauchst du sie gar nicht meiden. Wenn du den Geschmack von Kokos nicht magst, kannst du stattdessen auch Buttermilch nehmen. Man schmeckt die Kokosnuss aber sowieso nicht übermäßig stark heraus. Meistens esse ich das Curry einfach pur, denn eigentlich braucht es keine Beilage. Durch die Linsen ist es auch solo sehr sättigend. Ist deine Zeit ganz besonders knapp bemessen, kannst du anstatt der Linsen auch Kichererbsen aus dem Glas verwenden. Manchmal koche ich mir Dinkelreis oder Hirse dazu. Auch ein Stückchen Fisch würde dazu passen. Und wenn ich das Curry für meine ganze Familie zubereite, dann kommt auch Putenfleisch in den Topf. Das wichtigste am Curry sind allerdings die Gewürze. Die Hälfte der Zutatenliste besteht aus gemahlenen Kapseln, Rinden und Samen. Die machen das Curry erst richtig spannend.

Zugegeben, das Pita Brot mache ich nur an freien Wochentagen oder am Wochenende. Es ist zwar nicht sehr aufwändig, aber doch aufwändig genug, um aus der Alltagsküchen-Kategorie auszusteigen. Dennoch wollte ich es dir nicht vorenthalten! Pita Brot ist ein traditionelles Fladenbrot aus dem Orient, das meist in der Pfanne gebacken wird. Dann wird es noch warm genossen. In der Türkei oder im Iran wird Pita täglich gegessen – und zwar zu fast allen Mahlzeiten. Und ich beneide sie! Das Fladenbrot wird dort natürlich mit Weizenmehl zubereitet. Mit glattem Dinkelmehl funktioniert das aber genauso gut. Pita Brot passt auch sehr gut zu der oben genannten orientalischen Gemüsepfanne, Shakshuka oder Hummus. Manchmal schneide ich es auch auf und fülle es mit Hummus, Salat und gegrilltem Gemüse. Pita schmeckt einfach hervorragend!

Ob mit oder ohne Pita – gib Curry eine Chance!

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Fruchtiges Linsen-Curry mit orientalischem Pita Brot

Für 4-5 Portionen, die sich auch einfrieren lassen.

Zutaten für 8 Stück Pita Brot

30g frische Germ
125ml lauwarmes Wasser
350g glattes Dinkelmehl
¼ TL Zucker
1 TL Salz
3 EL Joghurt
1 EL Olivenöl

Außerdem:
Olivenöl zum Bepinseln

 

  1. Brösle die Germ in das lauwarme Wasser und rühre, bis sie sich aufgelöst hat.
  2. Vermische das Mehl, das Salz und den Zucker in einer Schüssel.
  3. Gib die Germmischung, das Joghurt und das Olivenöl zum Mehl und verrühre alle Zutaten mit dem Knethaken deines Mixers, bis sich alles verbunden hat und ein Ball entsteht. Ist der Teig zu trocken, gib noch etwas Wasser dazu. Bleibt er an deinen Fingern kleben, rühre noch etwas Mehl ein.
  4. Nimm den Teig-Ball aus der Schüssel und knete ihn fünf Minuten lang mit deinen Händen durch. Gib den Teig anschließend wieder in die Schüssel, decke ihn mit einem Tuch ab und stelle die Schüssel an einen warmen Ort. (Währenddessen kannst du das Gemüse für das Curry schneiden.)
  5. Nach ca. 30 Minuten sollte der Teig deutlich an Größe gewonnen haben. Knete ihn erneut kurz durch und teile die Masse dann in acht in etwa gleich große Stücke.
  6. Bemehle deine Arbeitsfläche und rolle jedes Stück kreisrund mit einem Nudelholz aus. Die Fladen sollten ungefähr einen Zentimeter dick sein. Lege die Fladen in der Zwischenzeit auf ein (oder zwei) großzügig bemehltes Blech und lasse sie zugedeckt nochmal ca. 20 Minuten lang aufgehen.  Wenn du wenig Zeit hast, kannst du dir diesen Schritt aber auch sparen. Das Brot wird dann zwar nicht ganz so fluffig, schmeckt aber trotzdem unwiderstehlich. (Währenddessen kannst du das Curry fertig zubereiten.)
  7. Stelle eine beschichtete Pfanne auf den Herd und lass sie richtig heiß werden. Bepinsle die erste Flade auf beiden Seiten großzügig mit Olivenöl und lege sie dann in die heiße Pfanne. Dann sollten sich auf der Oberfläche Blasen bilden. Nach 2-3 Minuten, wenn die Unterseite des Brotes goldbraun ist, kannst du die Flade wenden und für weitere zwei Minuten backen. Lege die fertige Flade auf einen Teller und decke sie mit einem Geschirrtuch ab. Während die erste Flade gebacken wird, kannst du die zweite schon mit Olivenöl bepinseln. Gehe so weiter vor, bis alle Fladen gebacken sind. Das Pita Brot schmeckt frisch und warm am allerbesten!

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Zutaten für das fruchtige Linsen-Curry

200g rote oder gelbe Linsen (oder Kichererbsen aus dem Glas)
400ml Wasser

Ca. 600g buntes Gemüse*
1 EL Kokosöl
1 (rote) Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2cm Stück Ingwer
Schale einer Zitrone oder Limette
400ml Wasser
400ml Kokosmilch
1 Mango (oder Apfel/Papaya)
6 Stiele frischen Koriander
2 TL Kurkuma
2 TL Kreuzkümmel
¼ TL Zimt
¼ TL Kardamom
1 großzügige Messerspitze Sambal Olek
Salz
Pfeffer

Optional für Obendrauf:
Ziegenjoghurt oder Sauerrahm
Cashewnüsse
Chiliflocken
mehr Koriander

 

  1. Wasche die Linsen gründlich in einem Sieb unter heißem Wasser, bis das Wasser klar abläuft. Gib die Linsen gemeinsam mit 400ml Wasser in einen Topf und bereite sie anschließend laut Packungsanweisungen zu. Rote oder gelbe Linsen sollten im Schnitt 15 Minuten lang köcheln – dann hat sich das Wasser verkocht und die Linsen sind weich. Stelle die Linsen anschließend zugedeckt beiseite.
  2. Während die Linsen köcheln, kannst du das Gemüse waschen, gegebenenfalls schälen und in grobe und dennoch mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schneidest du in Würfel, den Knoblauch und den Ingwer hackst du in kleine Stücke.
  3. Erhitze einen Esslöffel Kokosöl in einem großen Topf und schwitze die Zwiebeln darin glasig an. Gib den Knoblauch und den Ingwer hinzu und dünste ihn kurz mit – rühre dabei, damit nichts anbrennt.
  4. Gib das geschnittene Gemüse gemeinsam mit der abgeriebenen Schale einer Zitrone oder Limette in den Topf und brate es fünf Minuten lang an. Rühre dabei oft, das Gemüse soll nur stellenweise – wenn überhaupt – Farbe bekommen.
  5. Danach gießt du 200ml Wasser an und lässt es zugedeckt fünf Minuten lang köcheln. In der Zwischenzeit kannst du die Mango in Würfel schneiden und den Koriander fein hacken.
  6. Gieße weitere 200ml Wasser und 400ml Kokosmilch an. Gib die Mango und die Gewürze hinzu, verrühre alles und lassen es zugedeckt 5-10 weitere Minuten lang köcheln. Kontrolliere einfach hin und wieder, ob das Gemüse schon gar ist. Wenn es noch ein bisschen knackig ist, schmeckt das Curry besonders gut. (In dieser Zeit könntest du das Pita Brot backen.)
  7. Rühre die Linsen und den Koriander unter und schmecke das Curry mit Salz und Pfeffer ab.
  8. Wenn du magst, kannst du das Curry in deinem Teller mit einem Esslöffel Ziegenjoghurt oder Sauerrahm, Cashewnüssen, Chiliflocken und einem frischen Korianderblatt garnieren. Das ist nicht nur gut für das Auge, sondern auch für den Geschmack – die mild-süßen Cashewnüsse und das würzige Ziegenjoghurt passen einfach perfekt zum fruchtigen Curry!

Wenn du eine kleinere Portion kochen möchtest, reduzierst du die 400ml Wasser am besten auf 100ml und bleibst aber trotzdem bei den 400ml Kokosmilch. So bleibt dir keine angebrochene Dose Kokosmilch übrig.

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*Bei mir waren das zum Beispiel ½ Brokkoli, ½ Petersilienwurzel, 2 gelbe und eine orange Karotte, 1 kleine Süßkartoffel, 1 rote Paprika, ½ kleine Zucchini, ½ Fenchel und ein paar Ringe Porree. Ich war dafür am Bauernmarkt und hab alles in den Korb gepackt, das mich angelacht hat. Wenn du das angeschnittene Gemüse in den nächsten Tagen nicht verwerten kannst, ist es besser, du verwendest weniger Sorten – und dafür aber das ganze Stück. So mache ich das in Wien, wenn ich nur für mich koche, auch immer. Dann nehme ich zum Beispiel einen kleinen Kopf Karfiol oder Brokkoli, 1-2 Karotten, 1 kleine Süßkartoffel und eine kleine Zucchini. Auch möglich: 1 kleine Aubergine, 1 Petersilienwurzel, 1 Karotte, 1 kleiner Fenchel und eine Süßkartoffel. Eine liebe Freundin kocht ihr Curry zum Beispiel mit thailändischen Einflüssen und gibt Baby-Mais aus dem Glas dazu. Das schmeckt auch total gut! Nimm einfach das, was gerade Saison hat, du magst und vielleicht sogar schon zuhause hast. Ich kombiniere das Gemüse auch jedes Mal anders. Nur die Süßkartoffel, die ist jedes Mal dabei!

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Diese schöne Platte in Rostoptik hat mir übrigens mein Onkel gemacht und ich freu mich wirklich wahnsinnig darüber! Damit hab ich jetzt ganz klar einen neuen liebsten Fotountergrund - die Rostplatte wird hier also noch öfter über den Blog huschen!

Diese schöne Platte in Rostoptik hat mir übrigens mein Onkel gemacht und ich freu mich wirklich wahnsinnig darüber! Damit hab ich jetzt ganz klar einen neuen liebsten Fotountergrund – die Rostplatte wird hier also noch öfter über den Blog huschen!

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12 comments

Guggi 25. Mai 2016 at 12:30

Also bei mir muss es (bis auf ein paar Ausnahme-Tage im Jahr) eigentlich immer schnell gehen; Grenadiermarsch zB liebe ich heiß: Kartoffelscheiben mit Zwiebel anbraten, Paprikapulver drüberstreuen, Fleisch- u. oder Wurstresterl dazu (wegen der Männer im Haushalt), ev. etwas Gemüse dazu, durchrösten und zum Schluss gekochte Nudeln unterrühren. Ordentlich pfeffern und a bissl was Grünes aus dem Kräuterbeet drüber – sieht auch gleich herrlich aus. Funktioniert übrigens auch wunderbar mit Faschiertem und mit Reis oder Dinkelreis anstatt der Nudeln. Und als süßer Tipp: Schokospätzle – normalen Spätzleteig (zb. 30 dag Mehl + 3 Eier, etwas Wasser, 1 Prise Salz) mit zerlassener Schokolade (gut zwei Rippen) verfeinern – einkochen; abseihen und mit Staubzucker bestreuen (oh – Staubzucker; den musst Du weglassen) und mit lauwarmen Weichselkompott servieren; ist in 20 Minuten fertig und schmeckt himmlisch!

Reply
sarah hofer 25. Mai 2016 at 21:06

Grenadiermarsch ist eine gute Idee! An die Alternative mit Dinkelreis habe ich noch gar nicht gedacht.
Mmmh, Schokospätzle, die hab ich ja schon ganz vergessen – danke für den Tipp! Und das mit dem Staubzucker ist auch gar kein Problem, da könnte man nämlich einfach Birkenstaubzucker verwenden. Die Schokospätzle werden bei mir definitiv bald auf den Tisch kommen 🙂

Reply
ReLi 25. Mai 2016 at 17:13

Das sind ja tolle Rezept-Ideen!!! Da es bei mir auch immer schnell gehen muss, werde ich einige Ideen hoffentlich umsetzen, denn ganz ehrlich unter der Woche bin ich meist sehr einfallslos und es kommt bei mir sehr oft ein Stück angebratenes Fleisch mit Gemüse und Couscous auf den Tisch! Vielleicht hättest du einen Vorschlag für mich welchen Fisch du so machst? Danke.

Reply
sarah hofer 25. Mai 2016 at 21:12

Freut mich, wenn unter den Ideen etwas für dich dabei war! Diese „Was soll ich nur kochen“-Momente kennen wir wahrscheinlich alle.
Aber Fleisch mit Gemüse und Couscous schmeckt immer 😉 Ich verwende gerne (Wild-)Lachs, Dorsch oder Forelle. Die sind eher fettarm, dafür reich an Proteinen und Omega-3-Fettsäuren. Und wenn´s mal etwas exklusiver sein darf und Urlaubsstimmung gefragt ist, liebe ich Wolfsbarsch und Makrele!

Reply
Ella 31. Mai 2016 at 16:01

Tolle Rezeptideen!

Ich mach gern bulgursalat türkischer art- bulgur kochen, Paprika, jungzwiebel, tomatenmark und paprikamark unterrühren- mit olivenöl, Petersilie und Zitrone verfeinert- voilà – fertig! Super schnell und super lecker!

Reply
sarah hofer 31. Mai 2016 at 19:47

Hallo Ella,
das hört sich wirklich super lecker an – danke für diese tolle Idee!
Den türkischen Bulgursalat werde ich bestimmt bald ausprobieren 🙂

Reply
Sarah 2. Juni 2016 at 11:08

Also wenns bei mir schnell gehen soll mach ich gerne Hirse oder Couscous Laibchen. Mit frischem Salat und Kräutetsauce 🙂
Oder auch Pizzabrötchen aus Toastbrot. Einfach Gemüse mit Käse, Sauerrahm und Gewürzen mischen und ab in den Ofen!

Reply
sarah hofer 2. Juni 2016 at 12:13

Hirselaibchen sind ja eine gute Idee! Du hast mich neugierig gemacht – magst du mir dazu vielleicht dein Rezept verraten?
Bei Pizzabrötchen werden Kindheitserinnerungen wach – die gab´s früher bei wirklich jeder Geburtstagsparty 🙂

Reply
Sarah 3. Juni 2016 at 11:08

Wenn ich sie für mich alleine mach nehm ne halbe Tasse Hirse. Die doppelte menge Wasser mit Gewürzen aufkochen (ich mag es eher scharf mit Curry und Chili). Die Hirse kochen bis das Wasser weg is. Dann geb ich noch Karotten, Zwiebeln, Kräuter und geriebenen Käse dazu. Wenns nicht mehr ganz heiß ist noch ein Ei und 4 El Dinkelmehl oder Brösel zum binden. Dann ca 10 min in den Kühlschrank dtellen das die Masse fester wird. Laibchen formen und mit ein bisschen Öl raus braten 🙂

Reply
sarah hofer 3. Juni 2016 at 12:26

Mmh, das hört sich ja gut an. Danke für das Rezept, das werde ich nächste Woche mal ausprobieren 🙂

Reply
Julia Stöckl 22. Juni 2016 at 0:14

Letzte Woche hat unser kleiner Großer Palatschinken zum Mittagessen bestellt, natürlich mit Marmelade! Obwohl ich gern Süß esse (am liebsten Sauerrahmschmarrn: 4 Eier von glücklichen Hühnern, 1 Becher Sauerrahm, 4 EL (Dinkel-)Mehl, 2 EL (Birken-)Zucker, etwas Salz – als Beilage ein Kompott oder Apfelmus) war mir nach etwas Anderem. Aus der Palatschinken wurde ein Wrap, der mit den Restln aus dem Kühlschrank und dem Garten belegt wurde: frischer Salat, Radieschen, Paprika, gebratene Fleischstreifen und Champignons und ein bisschen Joghurt mit frischen Kräutern! Sehr lecker und nach einer gerollten Palatschinken war ich mehr als satt! Das hat sogar dem Papa geschmeckt 😉
im Sommer essen wir gern Zucchini aus dem Garten – in sämtlichen Variationen (gebacken, überbacken, als Cordon Bleu, gebraten, als Suppe…)!

Reply
sarah hofer 22. Juni 2016 at 13:42

Euer kleiner Großer weiß eben, was gut schmeckt! 😉 Ein Sauerrahmschmarrn ist natürlich super, der stillt den süßen Hunger ganz schnell.
Mit dem Wrap hast du eine gute Idee gehabt – das glaub ich, dass der dem Papa auch geschmeckt hat. Solche Wraps mache ich auch öfter, die eignen sich wirklich hervorragend zur Restlverwertung. Und das Beste daran ist, dass du dir eine Palatschinke für die Nachspeise mit Obst aufheben kannst 🙂
Zucchinis sind auch mein liebstes Sommergemüse, so vielseitig wie die sind.
Vielen Dank für deine tollen Tipps!

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