Süße Weihnachtsbäumchen aus gesundem Mandelteig backen

Süße Weihnachtsbäumchen aus Mandelteig im Pistazienmantel

Die süßen Weihnachtsbäumchen sind gleich in mehrerer Hinsicht ein absolutes Highlight zur Weihnachtszeit. Sie sehen wirklich entzückend aus, schmecken himmlisch und sind ein ideales Genussgeschenk! Zudem kommen die Weihnachtsbäumchen ganz ohne Zucker, Weizen und ungesunde Fette aus – auch eine glutenfreie Variante ist möglich. Mit saftigem Mandel-Tonkabohnenteig, süßer Zitronen-Honig-Glasur, knackigem Pistazienmantel und bezauberndem Schneehäubchen befördern dich die Weihnachtsbäumchen schnurstracks ins weihnachtliche Winterwunderland.

Süße Weihnachtsbäumchen backen – tauch ein ins Winterwunderland!

Die süßen Weihnachtsbäumchen sind bereits zum vierten Mal fester Bestandteil meiner Weihnachtsbäckerei. Und ich bin jedes Mal begeistert vom entzückenden Ergebnis! Die Weihnachtsbäumchen sehen nämlich nicht nur zauberhaft aus, sie schmecken auch wirklich, wirklich lecker. Sie sind zum Angeben geboren! Zum Angeben gebacken. Platzierst du die süßen Weihnachtsbäumchen auf einem weißen Teller und bestäubst sie anschließend mit etwas (Birken-)Staubzucker, kannst du ein kleines, feines Winterwunderland schaffen. Ich verschenke die süßen Weihnachtsbäumchen auch gerne an Freundinnen, gemeinsam mit anderen Weihnachtsleckereien.

Gebackene Weihnachtsbäumchen mit Pistazien und MandelnIn der zuckerfreien Weihnachtsbäckerei…
gibt´s so manche gesunde Weihnachtsbäumchen!

Auch wenn die süßen Weihnachtsbäumchen wahnsinnig kompliziert aussehen, so kompliziert sind sie gar nicht. Ja, du brauchst gar nur 11 Zutaten, die du vielleicht sowieso schon zuhause hast. Und eine eigene Backform brauchst du auch nicht, die bastelst du dir nämlich selbst. Das saftige Innenleben der Weihnachtsbäumchen besteht aus einem Mandel-Tonkabohnen-Teig. Die Tonkabohne ist ein Gewürz, das im Geschmack zwischen Vanille, Marzipan, Karamell und Mandeln schwankt. Herrlich, ich sag´s dir! Tonkabohnen bekommst du in vielen Supermärkten, alternativ kannst du auch Vanille verwenden. Anschließend werden die Bäumchen mit einem Honig-Sirup bepinselt, in Pistazien oder Kürbiskernen gewälzt und mit einem kleinen Schneehäubchen verziert. Ganz ohne Zucker, ganz ohne Weizen, ganz ohne ungesunde Fette.

Tannenbäumchen, Weihnachtsbäumchen und Christbäume aus Mandelteig backenSüße Weihnachtsbäumchen zum Essen backenWie kann ich meine Weihnachtsbäckerei etwas gesünder gestalten?

Das ist gar nicht so einfach. Ich geb´s zu. Auch bei mir sind nicht alle Kekse, Pralinen und Co. gesund. Ich versuche zwar meine traditionellen Lieblingsweihnachtsrezepte zu vergesundisieren, allerdings klappt das nicht bei allen. In stinknormalen Mürbteigkekse lässt sich die Butter schwer ohne Geschmacksverluste ersetzen. Das Weizenmehl kannst du aber in fast allen Rezepten durch glattes Dinkelmehl ersetzen und auch die Zuckermenge kannst du reduzieren bzw. durch Kokosblütenzucker oder Dattelsüße ersetzen. Wenn du den „Zucker“ in einer Küchenmaschine fein mahlst, bekommst du sogar eine puderzuckerähnliche Struktur.

Meine absoluten Lieblingsweihnachtsleckereien sind Linzer Kekse (gerne mit ausgefallener Marmelade), Zimtsterne, Florentiner, Kokoskugeln und Schoko-Kokos-Kipferl. Welche Weihnachtsleckereien sind dir die liebsten? Vielleicht hast du ja sogar ein Rezept für mich – ich würd mich freuen!

PS: Pralinen kannst du problemlos gesund zubereiten! Im Rezept für gesunde Weihnachtspralinen siehst du, wie einfach das geht.

Süße Weihnachtsbäumchen aus Mandelteig im Pistazienmantel backenSüße Weihnachtsbäumchen aus Mandelteig mit Pistazien und Tonkabohne backenGönn dir was & genieße die Weihnachtszeit!

Greif beherzt zu, wenn dir jemand einen Keksteller vorstellt. Genieße die kleinen Leckereien aus deinem Adventkalender. Nimm dir Nachschlag, wenn das Sonntagsessen wirklich grandios schmeckt. Trinke Glühwein. Gönn dir etwas Gutes vom Christkindlmarkt. Denn kaum eine Zeit verbirgt mehr Genuss in sich, als die Weihnachtszeit. Lass dich von Gedanken über dein Essen nicht stressen. Du selbst weißt eh am besten, was dir gut tut und wann deine Grenze erreicht ist. Iss ausreichend Obst und Gemüse, trink Tee und achte auf nahrhafte Speisen an Wochentagen. Dann sind diese kleinen Fauxpas keine Tragödie. Und wirklich gesund essen können wir auch nächstes Jahr wieder. 🙂

Und nun: Viel Spaß beim Nachbacken und genießen! Als Backbegleitung empfehle ich kitschige Weihnachtsmusik. Oh ja, ich steh drauf.

Winterlandschaft mit essbaren süßen WeihnachtsbäumchenSüße Weihnachtsbäumchen im Pistazienmantel backen

Rezept: Süße Weihnachtsbäumchen aus Mandelteig im Pistazienmantel

Angaben für 16 kleine Weihnachtsbäumchen

Für eine glutenfreie Variante kannst du das Dinkelmehl durch Buchweizenmehl ersetzen. Vegan funktioniert dieser Teig vermutlich nicht, da ihm die Eier Stand und Luft geben. Du kannst aber einen anderen veganen Rührteig verwenden. Ich kann mich leider nicht mehr erinnern, woher ich das Grundrezept habe – mittlerweile kursiert es zahlreich und quellenlos im Internet. Ich habe das Rezept jedoch großzügig abgewandelt und vergesundisiert.


Vorbereitungen:

Zeichne 16 Kreise mit etwa 16cm Durchmesser auf Backpapier und schneide sie aus. Schneide die Kreise jeweils bis zur Mitte ein (das kannst du nach Gefühl machen, du musst den Mittelpunkt des Kreises nicht millimetergenau ermitteln) und forme die Kreise zu Kegeln mit einer Öffnung von etwa 4cm. Befestige das Ende mithilfe einer Klammermaschine.

Am einfachsten ist es, wenn du die Kegelförmchen zu Backen in eine umgedrehte Eierschachtel stellst. In einer großen Eierschachtel sind meist 4 tiefe Einkerbungen. Du brauchst also vier 10er-Eierschachteln. Alternativ kannst du auch schmale Tassen oder ähnliches verwenden. Es ist möglich, dass etwas Teig übrigbleibt. In diesem Fall kannst du aus dem restlichen Teig Muffins backen.

 

Zutaten für den Mandel-Tonka-Teig

3 Eier
Eine Prise Salz
70g Kokosblütenzucker (oder Dattelsüße od. Rohrrohrzucker)
½ große Tonkabohne (oder ½ Vanilleschote)
Schalenabrieb einer halben Zitrone
60g glattes Dinkelmehl (oder Buchweizenmehl)
80g ganze Mandeln

 

  1. Gib den Kokosblütenzucker in eine Küchenmaschine mit Rotationsmesser und mahl ihn fein, bis er in der Konsistenz an Staubzucker erinnert. Stelle den Kokosblütenstaubzucker zur Seite.
  2. Anschließend hackst du die Mandeln in der Küchenmaschine fein. Achte jedoch darauf, dass du sie nicht zu lange mahlst – sonst beginnen sie zu klumpen oder werden gar zu Mandelmus. Stelle die gemahlenen Mandeln zur Seite.
  3. Trenne die Eier und schlage das Eiweiß mit einer Prise Salz steif.
  4. Lasse den Kokosblütenstaubzucker nach und nach in den Eischnee rieseln und schlage ihn kurz unter.
  5. Rühre anschließend die Eigelbe, eine halbe fein geriebene Tonkabohne und den Schalenabrieb einer halben Zitrone kurz (!) unter den Eischnee.
  6. Siebe die Hälfte des Dinkelmehls zur Masse und hebe es mit einer Spachtel vorsichtig unter die Masse. Anschließend hebst du die zweite Hälfte des Mehls unter. Mit den geriebenen Mandeln gehst du gleich vor und hebst es in zwei Durchgängen unter die Masse.
  7. Fülle den Teig in einen Spritzbeutel. Befülle die Zylinder-Förmchen bis einen Zentimeter unter dem Rand mit der Mandel-Tonka-Masse. Klopfe die Eierschachtel (oder was auch immer du verwendest) vorsichtig auf die Arbeitsfläche, sodass Luftbläschen entweichen können.
  8. Backe die Mandel-Tonka-Zylinder bei 170° Heißluft für 15-20 Minuten.
  9. Lasse die Kegel umgedreht (breite Seite nach unten) auf einem Gitter auskühlen und löse sie anschließend aus dem Backpapier. Begradige die Standfläche eventuell mit einem scharfen Messer.

Zutaten für die Honig-Glasur und den Pistazienmantel

Saft einer ½ kleinen Zitrone
3 gehäufte Teelöffel Honig (oder Ahornsirup, dann aber weniger Zitronensaft)

60g Pistazien – ohne Schale gewogen (oder Kürbiskerne)

 

  1. Hacke die Pistazien in deiner Küchenmaschine fein und fülle sie in einen flachen Behälter oder einen Teller. Stelle die Pistazien kurz beiseite.
  2. Danach verrührst du den Zitronensaft mit dem Honig. (Eventuell kurz auf den Heizkörper stellen)
  3. Pinsle je einen Teigkegel großzügig mit der Honig-Glasur ein und wälze ihn gleich danach in den Pistazien.

(Anstatt der Honig-Glasur kannst du auch weiße Schokolade verwenden. Einfach schmelzen und die Bäumchen damit einpinseln.)

 

Zutaten für die Schnee-Glasur

30g Birkenstaubzucker (oder Staubzucker)
2TL Zitronensaft (oder Wasser)

 

  1. Siebe den Birkenstaubzucker in eine Schüssel und verrühre ihn mit dem Zitronensaft. Die Glasur sollte sehr zähflüssig sein, damit sie sich nicht verselbstständigt. Ist sie jedoch bröckelig, kannst du noch ein paar Tropfen Wasser unterrühren. Ist sie zu flüssig, gib noch etwas Birkenstaubzucker hinzu.
  2. Fülle die Schnee-Glasur in einen Spritzbeutel mit sehr kleiner Tülle und verpasse den Weihnachtsbäumchen eine kleine Schneehaube.

Wenn du magst, kannst du getrocknete Cranberries fein hacken und die Weihnachtsbäumchen damit verziehen, so als wären sie Kugeln. Für mehr Schnee-Feeling bestäubst du die Bäumchen mit Birkenstaubzucker.

Die süßen Weihnachtsbäumchen sind gut verschlossen und kühl gelagert ca. 2 Wochen haltbar – in den letzten Jahren schmeckten sie bei mir auch am Ende der Adventszeit noch gut, sie können also auch länger haltbar sein.

Süße Weihnachtsbäumchen aus Mandelteig mit Pistazien und Tonkabohne backen

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