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Saftiges Bananenbrot

Bananen haben einen schlechten Ruf. Zu viele Kohlenhydrate. Zu viel Zucker. Zu Unrecht! Die krummen Dinger geben dir Energie. Sie enthalten sehr viel Kalium, Magnesium und sind gut für deine Muskeln und Nerven. Auch Kalzium, Phosphor, Zink und Eisen steckt in der Banane. Das darin enthaltene Pektin hilft bei Verdauungsbeschwerden. Auch wenn überreife Bananen mehr Zucker enthalten, sind sie dennoch besser für dich. Die noch grünen Früchte enthalten nämlich sehr viel Stärke und Zellulose. Das kann deinem Bauch zu schaffen machen. 1 Bananen landen einfach immer in meinem Einkaufskorb. Vor allem in den kühlen Monaten, wenn das Angebot an heimischem Obst sehr eingeschränkt ist. Bananen süßen meinen Porridge, machen meinen Smoothie cremiger und sind ideal zum Mitnehmen. Und obwohl ich fast täglich eine Banane esse, kann es dennoch passieren, dass mir mal welche übrig bleiben und überreif werden. Was also damit tun?

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Die Antwort ist so simpel wie lecker: Bananenbrot! Durch die Süße der Früchte brauchst du nicht mehr so viel zusätzlichen Zucker, es sättigt dich und ist sogar frühstückstauglich. Für etwas Struktur habe ich grobe Kokosraspeln in den Teig gemischt. Die karamellisierten Bananen sind das i-Tüpfelchen. Mit Brot hat Bananenbrot jedoch nichts zu tun – vielmehr ist es ein aromatischer, saftiger Kastenkuchen. Früher hab ich das Bananenbrot nach einem Rezept mit 200g Zucker gebacken. Utopisch, wenn ich heute so darüber nachdenke. Mein erstes vergesundisiertes Bananenbrot war aber ein Desaster. Das hat nämlich wirklich nach Brot geschmeckt. Es war beinahe gar nicht süß, blieb an den Zähnen kleben und war dennoch trocken. Und es blieb sitzen. Es hatte also alle Eigenschaften, die ein Kuchen keinesfalls haben sollte. Enttäuscht strich ich das Rezept für einen meiner Lieblingskuchen aus dem Rezeptbüchlein. Ein halbes Jahr nach diesem misslungenen Versuch habe ich mich erneut daran gewagt. Das Urteil meines Bruders, meinem kritischsten und ehrlichsten Testesser: „Da kann man echt fast nicht mehr aufhören zu essen.“.

Wenn deine Bananen bereits auf dem Weg ins Jenseits sind oder du überreife Bananen im Angebot siehst, erlöse sie von ihrem Schicksal auf dem Weg zum Container und gebe ihnen die Chance, der Star in deinem nächsten Kuchen zu werden!

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Bananenbrot

Zutaten für eine Kastenform

3 überreife Bananen (bei mir waren das 270g)
2 Eier
1/2 TL Salz
80g Dattelsüße oder 70g Kokosblütenzucker
4-6 EL Ahornsirup
80g geschmolzenes Kokosöl oder Olivenöl
3 EL Buttermilch oder Joghurt
150g Dinkelmehl
100g Dinkelvollkornmehl
50g Kokosraspeln
3 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
Etwas geriebene Tonkabohne und Muskat

Optional für Obendrauf
1 Banane
1 TL Kokosblütenzucker

 

  1. Schäle die Bananen, schneide sie grob und püriere sie in einem geeigneten Gefäß. Stelle die Bananenmasse in der Zwischenzeit zur Seite.
  2. Trenne die Eier und schlage das Eiweiß mit dem Salz steif. Gib die Dattelsüße (oder den Kokosblütenzucker) und den Ahornsirup zum Dotter und mixe so lange, bis eine hellgelbe Masse entsteht. Wie viel Ahornsirup du nimmst, hängt vom Reifegrad deiner Bananen ab. Je reifer, desto süßer. Meine Bananen hatten nur ein paar braune Stellen, deshalb hab ich sechs Löffel genommen. Wenn du es gerne sehr süß magst, würde ich auch trotz sehr reifer Bananen sechs Esslöffel Ahornsirup verwenden.
  3. Als nächstes rührst du die Buttermilch (oder Joghurt), das geschmolzene Kokosöl und die pürierten Bananen unter die Dottermasse. Mixe nur so lange, bis alles vermengt ist.
  4. Gib das Mehl, die Kokosraspeln (ich habe sehr grobe verwendet), das Backpulver und die Gewürze in die Rührschüssel und rühre diese trockenen Zutaten kurz ein.
  5. Zuletzt hebst du den Eischnee vorsichtig unter. Die Masse ist zähflüssig, das gehört so. Dem Drang, noch mehr Flüssigkeit unterzurühren solltest du lieber widerstehen, sonst wird der Kuchen zu feucht. Heize den Ofen auf 180° vor.
  6. Verteile den Teig in einer gut eingefetteten Kastenform und streiche die Oberfläche glatt. Schäle eine Banane und halbiere sie der Länge nach. Drücke sie mit der Schnittfläche nach oben leicht in den Teig und verstreue einen Teelöffel Kokosblütenzucker auf der Kuchenoberfläche. Backe den Kuchen ungefähr eine Stunde lang. Durch den karamellisierten Kokosblütenzucker wird die Oberfläche etwas dunkler. Sollte es dir dennoch zu dunkel werden, decke den Kuchen einfach mit Alufolie ab. Mache am besten die Stäbchenprobe – kommt es sauber wieder raus, ist das Bananenbrot fertig!

*Tonkabohne schmeckt nach einer Mischung aus Vanille und Mandel. Du kannst sie als Ersatz für Vanille verwenden und jegliche Süßspeisen damit verfeinern. Man sollte jedoch nicht zu viel davon nehmen. Eine viertel bis halbe fein geriebene Bohne pro Kuchen reicht vollkommen aus.

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Das Bananenbrot schmeckt auch am zweiten Tag noch sehr gut. Eine solche Langlebigkeit ist aber ohnehin unwahrscheinlich, dafür schmeckt´s einfach zu gut! Sollte dennoch eine Scheibe übrig bleiben, kannst du sie toasten und mit Zimttopfen bestreichen. Oder mit Marmelade. Oder Haselnusscreme. Mmh!

Bananenbrot

Show 1 footnote

  1. Hamman, Silke: Banane: Inhaltsstoffe und Kalorien. In: gesundheit.at. Datum: 10.03.2016. URL: http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/obst/banane (03.04.2016, 19:05 Uhr)

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2 comments

Anika H. 5. November 2016 at 11:45

Hallo Sarah,
das Rezept für das Bananenbrot ist klasse. Ich habe es schon mehrfach ausprobiert und das Resultat verschenkt. Alle waren bisher begeistert vom leckeren Bananenbrot und fragten mich seit wann ich denn so toll backen könne ;-). Ich bin wirklich begeistert von deinem Blog und freue mich jetzt endlich auch „gesund“ backen zu können.
Liebe Grüße,
Anika (aus Deutschland ;-))

Reply
sarah hofer 6. November 2016 at 19:24

Hallo Anika,
schön, dass dir das Bananenbrot so schmeckt! Und wenn es auch Beschenkte glücklich macht, dann ist das ganz besonders schön 🙂
Vielen Dank für deine lieben Worte! Gesund backen ist doch wirklich keine Hexerei, nicht?
Liebste Grüße nach Deutschland,
Sarah

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