Federleichte Topfentortemit Blutorangenkompott (gesund und zuckerfrei)

Federleichte Topfentorte:
Ein gesunder Zauberkuchen mit 3 Schichten

Hast du schon mal von Zauberkuchen gehört? Oh, dann wird´s aber Zeit! Ich erzähl dir heute, wie aus einem kleinen Hoppala eine magische Topfentorte mit drei Schichten aus nur einem Teig entstanden ist – wie von Zauberhand. Es ist ein einfaches & schnelles Rezept, mit dem sich ein cremiger, saftiger und luftiger Kuchen ruckzuck zaubern lässt. Eine simple Topfentorte, die auf dem Kuchentisch echt was hermacht. It´s magic!

Wie aus einem Hoppala die wundervollste gebackene Topfentorte wurde…

Eigentlich hatte ich nicht vor, eine Topfentorte zu backen. Eigentlich wollte ich einen japanischen Käsekuchen backen, der sich durch eine sehr cremige, luftige Textur auszeichnet. Dafür brauchst du viel Frischkäse. Da ich aber gerade erst meinen Lieblingstopfen gekauft hatte, wollte ich es damit versuchen. Eigentlich hätt ich mir eh denken können, dass das nichts wird. Und als ich den „japanischen Käsekuchen“ aus dem Ofen holte, musste ich mal kurz ein bisschen fluchen. Mit einem Cheesecake hatte der Kuchen nämlich echt Nullkommanix zu tun. Naja, blöd gelaufen. Da ich aber neue Fotos für Instagram brauchte, kam er trotzdem vor die Linse. Außerdem hatte ich schon extra fesche Blumen für die Fotos gekauft. Mehr oder weniger motiviert ging´s los. Ich schnitt den Kuchen an.

Gesunde Topfentorte: Zauberkuchen ohne Butter und Zucker

Und dann: Herzchen in den Augen. Ich hatte es ernsthaft geschafft, unwillentlich einen Zauberkuchen zu zaubern. Und was für einen! Nach der ersten Gabel legte ich die Kamera einfach mal beiseite, setzte mich mit meinem Kuchenteller auf den Boden in die Ecke des Raumes und ließ mir die Topfentorte auf der Zunge zergehen. Ganz für mich allein. Dass sich mein Vati bei einer späteren Verkostung genüsslich den Bauch rieb und ein mundvolles Mmmhhhhh, das lieb ich verkündete, bestätigte mich in meiner Euphorie. Ok, er ist in dieser Angelegenheit gewiss nicht der kritischste Juror – immerhin liebt er Topfen in jeder Form. Doch auch klein Brüderchen Lukas, der uns gerade einen Besuch aus Südtirol abstattete, lobte den Zauberkuchen: Pipifein, meinte er.

Tofentorte mit Blutorange: Gesund, fettarm, zuckerfrei, weizenfreiZauberkuchen: 3 Schichten, 1 Rezept – wie geht das?

Ein Zauberkuchen ist dann ein Zauberkuchen, wenn aus einem Teig drei Schichten entstehen. Wie von Zauberhand. Bisher dachte ich, dass das nur mit viel Butter und Zucker funktioniert. Doch das Geheimnis dahinter ist ein anderes: Der Teig ist relativ flüssig und wird sehr langsam gebacken. Dabei können sich die einzelnen Schichten absetzen. Die unteren beiden Schichten werden dabei eher gegart als gebacken. Und zack, hast du drei Schichten aus nur einer Masse!

Bei dieser Topfentorte findest du ganz unten eine Schicht, die an Vanillepudding erinnert, dann eine Schicht seeeehr saftigen Rührkuchen, gefolgt von luftig leichtem Biskuit. Vanillig, zitronig, rumig – einfach (&) grandios.

Saftige Topfentorte: Einfaches Rezept ohne Zucker und Weizen

Schnelle Topfentorte, einfach zu backen: funktioniert das auch beim zweiten Mal?

Wie gut, dass ich jedes Küchenexperiment handschriftlich festhalte. Da hätt ich mir sonst ganz schön in den Arsch gebissen. Um sicherzustellen, dass es sich beim Zauberkuchen um keinen genialen Zufallstreffer handelte, musste ich die Topfentorte gleich ein zweites Mal backen (ach, ich bin ja so arm). Das Ergebnis? Sogar noch besser und noch hübscher. Und da war es wieder: Sarah, das grinsende Honigkuchenpferd.

Luftig leichte Topfentorte: fettarm, kalorienarm, zuckerfrei

Du brauchst lediglich ein bisschen Fingerspitzengefühl und Geduld beim Backen und Auskühlen lassen – die Zubereitung selbst geht aber wirklich flott und einfach. Der Zauberkuchen wird, gleich wie der Heidelbeer-Cheesecake, im Wasserbad gebacken. Es ist wichtig, dass du besonders cremigen Topfen verwendest. Mein Lieblingstopfen stammt von der Molkerei Thaller (die findest du unter folgender Adresse: www.hofmolkerei-thaller.at). Wenn du jedoch nicht gerade aus der Gegend bist, kann ich dir auch den „Natur pur“ Magertopfen vom Spar empfehlen.

Gesunde Topfentorte: ZauberkuchenReueloser Genuss, der leicht im Magen liegt

Wie du wahrscheinlich eh schon mitbekommen hast, halt ich in der Regel nichts vom Kalorien zählen. Die Aussagekraft von Kalorien über den gesundheitlichen Wert eines Lebensmittels gleicht einer gesichtslosen Gurke. Wer wertvolle Zutaten verwendet, hat Kalorien zählen nicht nötig. Bei diesem Zauberkuchen habe ich mir die Mühe aber trotzdem gemacht – einfach, um dir zu zeigen, wie „leicht“ er wirklich ist. Wenn du die Topfentorte in 10 Stücke teilst, dann hat ein Tortenstück – *trommelwirbel* – nur 170 Kilokalorien! Im Vergleich dazu: Ein Stück Sachertorte hat etwa 439 kcal, ein Stück Kardinalschnitte etwa 416, ein Stück Marmorkuchen 290 oder ein Stück Schwarzwälder Kirschtorte etwa 380 Kilokalorien.

So, gleich gibt´s Mittagessen (Dinkelnudeln in Spinat-Lachs-Soße, yummie!) und außerdem kitzelt mich bereits die Sonne im Nacken. Ich wünsch dir ganz viel Spaß beim Backen – lass dich vom Zauberkuchen verzaubern!

Luftige, saftige Topfentorte mit BlutorangenkompottLuftge Topfentorte mit BlutorangenkompottRezept: Einfache Topfentorte mit drei Zauberkuchen-Schichten

Mengenangaben für eine kleine Springform (Ø 18cm)

Vorbereitungen:

Zuerst musst du die Springform vorbereiten. Klemme dafür Backpapier im Boden ein und schneide das Backpapier rundherum zurecht, sodass es nur wenig über den Rand steht. Nun musst du die Backform mit Alufolie einkleiden. Verwende dafür zwei Bögen Alufolie, die du über Kreuz um die Form wickelst. Wie genau das funktioniert, siehst du in dieser Anleitung für den Heidelbeer-Cheesecake. Achte unbedingt darauf, dass keine Risse entstehen. Schlage die Alufolie nicht über den Rand ins Innere der Form – drücke sie nur außen am Rand fest. Kleide anschließend noch den inneren Rand der Form mit Backpapier aus. Erhöhe den Rand somit etwas, indem du das Backpapier höher zuschneidest, als die Form eigentlich ist. Das funktioniert besonders gut, wenn du die Backform vorher mit Butter ausstreichst. Dann haftet das Backpapier besser. Das hört sich komplizierter an, als es ist. Versprochen! Sollte ich mich dennoch etwas missverständlich ausgedrückt haben, schreib mir bitte einfach kurz auf meiner Facebook-Seite – dann versuche ich mich besser auszudrücken oder schicke dir ein Foto. 😉

Zutaten für den Zauberkuchen:

5 Eier

250g cremiger Topfen
40g Kokosöl (alternativ Butter)
100ml Pflanzen-, Nuss- oder Kuhmilch
5-6 EL Ahornsirup
1 EL Rum
Eine Prise Salz
Mark einer Vanilleschote

35g Speisestärke (alternativ Vanillepuddingpulver)
80g glattes Dinkelmehl
1 TL Backpulver
1 ½ EL Zitronensaft

 

 

 

  1. Stelle einen großen Topf mit viel Wasser auf den Herd und erhitze es, bis es kurz vorm Kochen ist.
  2. Währenddessen siebst du die Speisestärke, das Dinkelmehl und  das Backpulver in eine Schüssel und stellst sie beiseite.
  3. Trenne die Eier und stelle das Eigelb beiseite. Schlage das Eiweiß mit dem Handmixer steif und stelle es beiseite.
  4. Gib den Topfen, das Kokosöl, die Milch, den Ahornsirup, den Rum, das Salz und das Vanillemark in einen großen Topf und stelle ihn über das dampfende Wasserbad. Warte, bis das Öl anfängt zu schmelzen und rühre dann kontinuierlich mit dem Schneebesen, bis eine glatte Masse entsteht. Achte darauf, dass die Masse nicht heiß wird.
  5. Schütte das Wasser aus dem Topf in ein tiefes Blech – das Wasser sollte etwa 1 ½ cm hoch stehen, gieße gegebenenfalls noch etwas heißes Wasser nach. Schiebe das Blech vorsichtig auf mittlerer Schiene in den Ofen. Heize den Ofen auf 150° Grad Heißluft vor.
  6. Rühre ein Eigelb nach dem anderen mit dem Schneebesen unter die Topfenmasse.
  7. Hebe die gesiebte Speisestärke, das Mehl und das Backpulver vorsichtig und in mehreren Durchgängen mit dem Schneebesen unter. Achte darauf, dass keine Klümpchen entstehen.
  8. Zu guter Letzt hebst du das Eiweiß nach und nach unter. In den ersten Durchgängen rührst du nur so lange, dass sich das Eiweiß in der Masse verteilt. Erst im letzten Durchgang rührst du das Eiweiß gründlicher, aber dennoch sehr vorsichtig unter, sodass keine großen Eiweißflocken mehr erkennbar sind. Ein paar kleine Flocken sind in Ordnung.
Bei 150° Grad langsam backen & auskühlen lassen…
  1. Fülle den Teig in die vorbereitete Springform, streiche die Oberfläche glatt und stelle die Backform direkt in das Wasserbad.
  2. Backe die Topfentorte 1 Stunde und 15-20 Minuten lang.
  3. Danach öffnest du die Ofentür und lässt den Kuchen 15 Minuten lang im warmen Ofen ruhen – ansonsten würde sie dir ziemlich sicher ziemlich schnell zusammenfallen.
  4. Anschließend lässt du den Kuchen bei Raumtemperatur noch weitere 30 Minuten lang auskühlen. Erst dann befreist du ihn aus der Backform.
  5. Mit (Birken-)Staubzucker bestreuen und genießen! 🙂

Topfentorte mit Früchten:

Zum Zauberkuchen schmeckt ein Kompott besonders gut. Ich habe mich für Blutorangenkompott entschieden, weil ich mich momentan in den sauren Zitrusfrüchten eingraben könnte. Dafür einfach sechs Blutorangen schälen, in Scheiben schneiden und gemeinsam mit zwei bis drei Esslöffeln Ahornsirup aufkochen. Zum Schluss etwas von der Flüssigkeit abgießen, mit zwei bis drei Teelöffeln Stärke verrühren, wieder zum Kompott geben und erneut kurz aufkochen. Wenn du magst, kannst du noch etwas Vanille hinzufügen. So funktioniert das übrigens mit fast jedem Obst: Himbeeren, Mandarinen, Marillen oder Zwetschken schmecken bestimmt auch super dazu!

Ach, übrigens: Wenn du Süßspeisen mit Topfen genauso liebst wie ich, dann kann ich dir auch die gebackenen Topfenpalatschinken-Röllchen ganz warm ans Herz legen!

Topfentorte mit Blutorangenkompott: Lufiger, saftiger Zauberkuchen

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