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Dinkel-Osterbrot

Wenn du „Osterbrot“ hörst, denkst du vielleicht an ein süßes, weiches Brot, das du zum Frühstück mit Honig isst. Anders hier bei uns. Bei uns wird Osterbrot am Karsamstag zur Suppe gereicht und abends zur Jause mit dem Osterfleisch gegessen. Da würde ein süßes Brot eben nicht so gut passen. Traditionell wird es mit Weizenmehl und Schweineschmalz gebacken. Ich habe einen Versuch mit Dinkel(vollkorn)mehl, weichem Kokosöl und Kräutern gewagt. Und: Es hat geklappt!

Das Osterbrot ist weich und fluffig, die Kräuter geben ihm ein wunderbares Aroma. Ich habe getrockneten Thymian, Majoran und eine Blütenmischung verwendet. Die trocknen wir im Sommer, damit wir das ganze Jahr über mit unseren eigenen Kräutern versorgt sind. Du kannst verwenden, was auch immer du zuhause hast! Auch frische Kräuter funktionieren super. Wenn du möchtest, dass dein Osterbrot außen knusprig ist, kannst du es vor dem Backen mit Milch statt mit Ei bestreichen.

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Weiches Kokosöl ist der Konsistenz von Schweineschmalz sehr ähnlich. Für das Osterbrot habe ich natives Kokosöl verwendet, weil das geschmacksneutral ist. Ich habe es noch nie mit Olivenöl probiert, eigentlich sollte das aber auch funktionieren. Wenn du es versuchst, würde ich mich freuen, wenn du mir vom Ergebnis berichten würdest! Ich weiß, Kokosöl ist nicht ganz günstig. Aber es ist es absolut wert. Es ist so vielseitig einsetzbar und tut uns so gut! Wenn du dich ein bisschen umsiehst, findest du auch günstigere Marken. In manchen Biomärkten gibt es Kokosöl auch als Eigenmarkenprodukt.

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Dinkel-Osterbrot

Zutaten:

1 Würfel Germ
250ml lauwarme Milch
0,5 TL Zucker
250g Dinkelmehl
250g Dinkelvollkornmehl
1,5 TL Salz
2 geh. EL weiches Kokosöl
2-3 TL bunte Kräuter und Blüten

1 Ei mit einer Prise Salz und Zucker zum Bestreichen

  1. Zerbrösle die Germ in die warme Milch, gib den Zucker dazu und rühre, bis sich die Germ aufgelöst hat. Ich habe dafür normalen Zucker verwendet, da die Menge wirklich minimal ist und es damit garantiert funktioniert. Birkenzucker zum Beispiel bietet den Hefepilzen keinen Nährboden.
  2. Gib alle Zutaten (bis auf das Ei)  in eine Küchenmaschine und lasse sie ungefähr 10 Minuten lang kneten. Der Teig sollte nicht kleben. Pickt er etwas, gib noch ein paar Esslöffel Mehl dazu. Nur nicht zu viel, sonst wird der Teig zu schwer und geht nicht auf.
  3. Bemehle die Arbeitsfläche und schleife eine Kugel aus dem Teig. Lege sie mit der schönen Seite nach oben auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech und decke es mit einem Geschirrtuch zu. Stelle das Blech an einen warmen Platz und lasse es so lange gehen, bis es das doppelte Volumen erreicht hat. Bei mir hat das eine halbe Stunde lang gedauert.
  4. Heize den Ofen auf 160° Grad Heißluft vor. Verquirle ein Ei mit einer Prise Salz und Zucker. Das ist ein Trick, damit die Oberfläche nicht so schnell braun wird. Bestreiche das Osterbrot damit, schneide es vorsichtig und ohne großen Druck mit einem scharfen Messer ein und gebe es für ungefähr 25 Minuten in den Ofen. Lass es auf einem Rost abkühlen.

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